Approbation in Deutschland

Es gibt drei Wege um als ausländischer Arzt in Deutschland den Beruf legal ausüben zu dürfen: vorübergehend als Dienstleister oder mit Berufserlaubnis, auf Dauer nur mit einer Approbation. Dabei ist die Anerkennung des Medizinstudiums in Deutschland durch eine nur schwer verständliche gesetzliche Regelung geprägt und meist mit einem erheblichem Verwaltungsaufwand verbunden. Denn das hohe Gut der Gesundheit fordert hohe Hürden. Schließlich will kein Patient in Deutschland nach veralteten Methoden behandelt werden.  Aber: Nichts ist unmöglich.

Wir begleiten seit Jahren Ärzte und Zahnärzte rechtlich in Approbationsverfahren. Zu unseren Mandanten stammen sowohl Kliniken als auch die betroffenen Ärzten selbst. Meist kommen diese erst nach einem langwierigen Verwaltungsverfahren. Bestenfalls beraten und begleiten wir die Antragsteller bereits bei der Zusammenstellung der Unterlagen. So können Verzögerungen vermieden, Fehler im Antragsverfahren aufgedeckt, gegebenenfalls fehlende Nachweise aufgezeigt und nachgereicht werden.

Das Verfahren ist komplex. Anträge sollten nicht leichtfertig gestellt werden, um längere Verzögerungen bei der Antragstellung zu vermeiden. Bestenfalls lassen Sie sich hierbei nicht nur von der prüfenden Behörde beraten.

Die häufigsten Fragen im Rahmen des Approbationsverfahrens drehen sich dabei um folgende Themen:

  • Zuständige Behörde
  • Approbationsverfahren und Dauer
  • Legalisation und Apostille
  • Gleichwertigkeitsprüfung, Kenntnisprüfung, Defizitprüfung
  • Anerkennung ausländischer Studienzeiten, Abschlüsse, Diplome
  • Anerkennung von Doktortitel, Diplomtitel, anderen Titeln
  • Überlange Verfahrensdauer
  • Schadenersatzansprüche gegen Behörden

Da auch die Verfahren vor den Verwaltungsgerichten langwierig sind, gilt es diese zu vermeiden.

Die Anerkennung ist äußerst komplex und stets vom Einzelfall abhängig. Selbst wenn zwei Ärzte an der selben Universität studiert haben, sind die Ausbildungsverläufe so gut wie nie vollkommen identisch. Unterschiede ergeben sich auch zwischen Studien in Mitgliedstaaten der EU/EWR und Drittstaaten. Einen Unterschied kann es auch machen, ob der Abschluss in einem anderen Mitgliedstaat anerkannt wurde.

Erfahrungen haben wir vor allem mit Ausbildungen in der Schweiz, Spanien, Frankreich und Ungarn, aus Syrien (Damaskus, Aleppo), Saudi-Arabien, Vereinigten Arabischen Emiraten (hier: Abu Dhabi, Dubai, Fudschaira und Schardscha), Pakistan, Indien, China, Serbien, Russland, Weißrussland, Ukraine.

Im weiteren Verlauf begleiten und beraten wir Ärzte mit deutscher Approbation dann bei der fachärztlichen Weiterbildung.


Lesen Sie hier hilfreiches über den Weg zur ärztlichen Berufsausübung in Deutschland.